Interaktionen machen Marken.

… oder wie die Digitalisierung Interaktionen zum Kern der Markenführung macht.

Die Digitalisierung hat das Leben und Verhalten der Menschen zweifelsfrei maßgeblich verändert. Ein verändertes menschliches Verhalten – mag es sich um das Kommunikations-, das Entscheidungs- oder auch das Transaktionsverhalten handeln – hat wiederum Einfluss auf die Art und Weise der Beziehungen zwischen Menschen und Marken. Wie sieht dieser Einfluss der Digitalisierung auf die Markenführung aus? Was ändert sich bzw. hat sich verändert? Welche Herausforderungen ergeben sich daraus für die Markenführung? Wie kann bzw. muss die Markenführung reagieren um diese Herausforderungen zu meistern?

In einem Beitrag im bald erscheinenden Buch Heun, Thomas (Hrsg.). Digital Branding; Springer Verlag gehe ich zusammen mit Florian-Ulrich Werg diesen Fragen nach. Es sind Perspektiven, Hypothesen und Gedankenanstöße – basierend auf unseren langjährigen Erfahrungen als Markenberater und Digitalstrategen in der Praxis. Die zentralen Punkte unseres Artikels haben wir bei think moto als kurze Präsentation zusammengefasst und bei Slideshare bereitgestellt.

Was sind die zentralen Aussagen? Zentrale Parameter der Markenführung verändern sich durch die Digitalisierung:

  • Kaufentscheidungsprozesse werden komplexer und weniger linear.
  • Wertschöpfungsstrukturen werden integrativ und kollaborativ.
  • Markenbeziehungen werden ubiquitär und interaktiv.

Die Digitalisierung stellt die Markenführung vor neue Herausforderungen. Die Potenziale digitaler Kontaktpunkte und Interaktionen werden vergleichsweise schwach zur Markenprofilierung genutzt. Warum?

  • Die Bedeutung digitaler Interaktionen für die Markenwahrnehmung und -profilierung wird eklatant unterschätzt.
  • Die Bedeutung der formalen Konsistenz im Markenauftritt wird klar überschätzt.
  • Das Festhalten an klassischen Organisationsformen der Markenführung führt zu einem anhaltenden Silo-Denken und verhindert eine ganzheitliche und effektive Markenführung.

Zu welchen Schlussfolgerungen, zu welchen Empfehlungen kommen wir? Wie kann man die Markenführung in der Praxis interaktionsorientierter gestalten?

  • ”Signature Interactions” als Ziel der Markenführung definieren: Interaktionen als Signatur einer unverwechselbaren und Identität ausdrückenden ”Unterschrift” einer Marke verstehen, anstreben und gestalten.
  • Das Verständnis davon was eine Marke ist und wie sie heute geführt werden muss unternehmensintern harmonisieren.
  • Die Steuerungsinstrumente der (operativen) Markenführung anpassen. Weniger Markenmodelle und Richtlinien, mehr Kennzahlen, die die Interaktionsqualität erfassen und abbilden.
  • Die Organisation der Markenführung im Sinne eines Brand Experience Managements verändern: Einfluss der Markenführung auf Prozesse, Technologieeinsatz, Datenmanagement, Mitarbeiterverhalten etc. stärken; Ausstattung mit ausreichenden Entscheidungs- und Eskalationsbefugnissen etc.

Die smarte Art der Markenkommunikation: sayHEY Messenger für simyo

Kürzlich launchte simyo seinen Messaging Service sayHEY, bei dessen Entwicklung besonderes Augenmerk auf Komfort und sichere Verschlüsselung gelegt wurde. Dadurch trifft der neue Service den Nerv der Zeit: Komfortables Messaging über alle Geräte und an alle Kontakte bei garantierter Datensicherheit.

Gemeinsam mit simyo haben wir einen Dienst entwickelt, der – als Teil des simyo Marken-Ökosystems – das Selbstverständnis der Mobilfunkmarke erfahrbar macht: Menschen die wesentlichen Innovationen der mobilen Kommunikation einfach, komfortabel und sicher zugänglich zu machen.

Der Verzicht auf ein starkes simyo-Branding kommuniziert dabei nicht nur die Offenheit des Dienstes für alle Nutzer (auch Nicht-Kunden), sondern zeigt auch die Souveränität von simyo die eigene Marke bewusst zurückzunehmen. Wir unterstützten simyo bei der Entwicklung dieses innovativen Messaging-Dienstes von den markenstrategischen Grundlagen, über die Entwicklung des Markennamens und des visuellen Erscheinungsbildes, über die Grundparameter der User Experience, die Landingpage, bis zu Kommunikationskonzepten und verschiedenen Kommunikationsmitteln.

Für sayHEY kam uns zugute, dass wir 2012 bereits die Neupositionierung von simyo entwickelt und vielfältige Anwendungen gestaltet hatten. Dadurch konnten wir für sayHEY eine Marke entwickeln, die die Grundwerte von simyo transportiert – also immer auf Augenhöhe kommuniziert und näher an den Menschen ist – und diese trotzdem aus ihrer eigenen Sicht interpretiert. sayHEY ist gleichermaßen nur ein Teil von simyo, und auch viel mehr.

think moto auf der iico 2014

Wenn jedes Jahr in Berlin die Web Week in vollem Gange ist, stellen die Experten der Digital Branche auf der iico Konferenz Lösungen für aktuelle Probleme vor und blicken gemeinsam über den Tellerrand. In diesem Jahr war auch Marco Spies als Sprecher eingeladen und zeigte, wie man mit dem Branded Interaction Design Ansatz interaktive Anwendungen, Produkte und Services konsequent aus der Marke heraus entwickelt. Außerdem hat er erstmals die BIxD-Canvas vorgestellt, die bei der Planung und der Gestaltung von digitalen Maßnahmen hilft.

Am 23. Mai ist Marco Spies als Sprecher auf der IA Konferenz in Berlin vertreten und spricht dort im Namen der Kunden: “Don’t shoot me, I’m only the customer.”

Leider geil…

Um es vorwegzunehmen: ich finde „Supergeil“, den neuen EDEKA Spot (ja, so nenn ich das mal) schon ziemlich geil.

Ich bin aufgewachsen mit EDEKA. Meine Großeltern besaßen einen kleinen Tante-Emma-Laden in dem Dorf, in dem ich aufwuchs. Es war toll. Es gab Süßes und Limonade und Comics und immer wenn Kundschaft kam, klingelte es im verrauchten Wohnzimmer, das direkt neben dem Ladenlokal lag.
Wenn ich meine Großeltern fragte, was EDEKA eigentlich bedeutete, bekam ich zwei antworten. die erste, mit einem pfiffigen Lächeln ausgesprochen: Ein Dummer Esel Kauft Alles. Die zweite, mit einem Ausdruck im Gesicht, der nun aber Ernst machte und alles im Scherz ausgesprochene revidierte: Erfolg Durch Ehrbare Kaufmännische Arbeit, natürlich. Continue reading “Leider geil…”

19000000000 Dollar. WTF?

Ob beim Fußball oder in der Tech-Branche, die „Transfer-Preise“ steigen. Hat man sich zuerst noch verwundert die Augen gerieben, so nimmt man die jährlich neuen Rekord-Preise so langsam nur noch stoisch zur Kenntnis. Eigentlich. Denn ab und zu liest man in Nachrichten Zahlen, die man spontan für einen Fehler bei der Wahl der Einheit hält. Eine Null zuviel? Mrd. mit Mio. verwechselt? Nicht Dollar, sondern Yen? So auch jetzt: Facebook kauft WhatsApp für 19 Mrd. Dollar. Neunzehn f***ing Milliarden? WTF?
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Starthilfe für Start-Ups? Branding!

Die Herausforderungen und Aufgaben von Start-Ups sind endlos: das Budget und die Mittel sind knapp, das Zeitfenster für den Launch wird von Tag zu Tag kleiner, bereits gewonnene Investoren wollen bei Laune gehalten und neue Investoren überzeugt werden und schließlich soll das eigentliche Produkt ja auch möglichst bald das Licht der Welt erblicken… Warum sollte man als Start-Up seine Ressourcen dann gerade für Branding einsetzen? Ist es nicht wichtiger alle Ressourcen in die Produktentwicklung zu stecken? Und wenn schon Marketing, dann doch eher um die Bekanntheit zu erhöhen und den Traffic auf die eigene Website zu lenken, oder?

Nein. Branding ist schlicht elementar für Start-Ups und die am meisten unterschätzte Disziplin im Start-Up „Zehnkampf”. Continue reading “Starthilfe für Start-Ups? Branding!”

Wer nicht berührt, der nicht verführt – neue Interfaces für unsere mobile Zukunft

Gastbeitrag von Tim Büsing

Tim Büsing ist Creative Director bei der Digitalagentur Reactive in Sydney. Er ist Redakteur bei Adverblog, einem der Top 30-Blogs über digitales Marketing und Werbung und schreibt zudem für AustralianInFront, Reactive blog und seinen eigenen Blog Between 0 and 1. Außerdem unterstützt Tim die Ausbildung in Digital-Design zum Beispiel an der University of Sydney, BillyBlue College of Design, oder der Tractor Design Schule.

 

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Either work hard or you might as well quit.

That’s word, because you know

You can’t touch this.

– MC Hammer

 

Verdammt… jetzt klingen mir wieder die Worte von Stanley Burrell (aka MC Hammer) in den Ohren. I can’t touch this! Ich bin auf einer Website, die sich einfach nicht betatschen lässt. Aber nicht weil ich vielleicht unförmige Wurstfinger besäße oder mein iPad irgendwelche Macken hätte. Meine Fingerkuppen sind ganz klar im durchschnittlichen Bereich, den Experten zwischen 30 und 45 Quadratpixeln angesiedelt haben. Und trotzdem klemmt gerade alles auf dieser Seite. Ich starre auf ein Popup Fenster, das ich mit einer Maus ganz einfach wegklicken könnte. Aber auf meinem iPad kriege ich es nicht weg und es kommt mir so vor, als würde sich der Ladenbesitzer mit aller Macht gegen seine Eingangstür stemmen. Als ob er verhindern wollte, dass ich bei ihm einkaufe. Ich könnte zwar auf die smartphone Version seiner Site wechseln, aber dort wäre mein Warenkorb wieder leer. Und das System wüsste gar nicht wer ich bin, da ich dort nicht eingeloggt bin. OK, das alles klingt wie ein typisches ‘first world problem’ – und das ist es mit Sicherheit auch. Aber nichtsdestotrotz ist es ein Problem, dass vielen Usern im Online-Weg steht. Continue reading “Wer nicht berührt, der nicht verführt – neue Interfaces für unsere mobile Zukunft”

WunderBar – Das Starter-Kit für das Internet der Dinge

Während es in der Technologiebranche in den letzten 10 Jahren vor allem darum ging, Menschen miteinander zu vernetzen, wird in den nächsten Jahren die Vernetzung der physischen Welt im Mittelpunkt stehen. 50 Geräte werden im Jahr 2020 in jedem Haushalt mit dem Internet verbunden sein und mit anderen Geräten und Services kommunizieren. An dieser ‚Revolution des Internet‘ arbeiten Unternehmen wie nest schon seit langem. Diese Produkte bilden allerdings eine Art Insel, da jedes Unternehmen eine eigene Schnittstelle für ihr Gerät bietet.

Einer unserer Kunden, das Startup relayr, will den Weg ins Internet der Dinge für App-Entwickler ebnen. Ihr Ziel ist es, eine Infrastruktur zu schaffen, die Entwickler unabhängig von Standards und APIs macht. Produkte für das IoT auf den Markt zu bringen, soll genauso einfach werden, wie eine App in den App Store zu stellen. Damit will relayr das Internet der Dinge endlich Realität werden lassen. Continue reading “WunderBar – Das Starter-Kit für das Internet der Dinge”

Flat Design war gestern! Nix da!

Das „Webdesign 2013“ war geprägt von Begriffen wie Flat Design, Mobile First, Parallax Scrolling und Responsive Design. Wer heute noch meint er ist innovativ, weil er im Designprozess an die Anpassung des Designs an alle Geräte denkt, der hat vielleicht noch nicht den folgenden Artikel zum Thema „Webtrends 2014“ gelesen. Flat Design und Mobile First werden natürlich auch dieses Jahr wieder sehr präsent sein, doch aufgrund der Zunahme von mobilen Websiteaufrufen, sollten wir weiterhin nach neuen Lösungen suchen, um Inhalte smart und innovativ zu präsentieren. Mögliche Antworten könnten Stichpunkte wie Split Screen oder Off Canvas sein, welche zunehmend an Aufmerksamkeit im Webdesign gewinnen. Warum? Lest einfach selbst! Achso … Flat Design ist auch noch in 2014 state of the art.

3 Webdesign Trends 2014 – Webmagazin

Für all diejenigen, die mit einem Artikel nicht zufrieden sind, haben wir vorausahnend noch ein wenig mehr recherchiert und weitere Links aufspüren können.

Liechtenecker
Sideproject
The Next Web
Comvos
Web Ascender
t3n
viminds

Bildquelle: http://www.comvos.de/webtrends/webtrends-2014/

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