Beitrag von Marco Spies in der Page über CD-Manuals

In der aktuellen Ausgabe der Page gibt es ein 4-seitiges Feature von Marco in der Rubrik ›Werkzeug‹. Thematisch geht es um den Umgang mit Corporate-Design-Manuals im digitalen Zeitalter. Denn im Zuge digitaler Touchpoints wird die Authentizität von Marken wichtiger als ihre visuelle Erscheinung, denn Brüche in der Gestaltung werden eher verziehen als im Service. Heutzutage sind Regeln gefragt, die die generelle Unternehmenshaltung und die Markenbedeutung definieren. Weg von klassischen Styleguides, hin zu einem schlankeren Regelwerk für Mitarbeiter. Als Beispiel dient das Markenportal der Messe Frankfurt, welches wir konzipiert und gestaltet haben. Dort finden Nutzer neben den Grundregeln auch Best Practice Beispiele von bereits existierenden Anwendungen. Diese sollen inspirieren und anregen, auch selbst weiter zu denken.

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Metamorphosen in der Publishing Branche

Vor einigen Wochen haben wir die erste Ausgabe der DDC Design Bibliothek bekommen. Das gelbe Büchlein im handlichen Taschenbuchformat hat den Titel “Metamorphosen – Design zwischen Erneuerung und Anpassung”. Darin gibt es u.a. einen gut lesbaren Artikel von Thomas Garms, über das Coverdesign von Zeitschriften und die Entwicklungen, die der Branche bevorstehen, bzw. die etliche Zeitschriftenmacher gerade verpassen. Der letzte Absatz des Aufsatzes (und des Buches) lautet:

“Die Zukunft liegt für Zeitschriftenmacher in der Fähigkeit, ihr Publikum immer wieder aufs Neue zu überraschen – mit relevanter Themensetzung und optischen Gestaltungsformen, die für ein ausdifferenziertes Lebensgefühl stehen. Deshalb ist die Innovationsleistung in einer Branche, die sich mehr und mehr in Nischenmärkte aufspaltet, längst zur Überlebensfrage geworden. Die kluge Verbindung aus Wort- und Bildwitz ist hierfür allemal ein guter Anfang.”

Garms war in der Vergangenheit u.a. Chefredakteur bei Fit For Fun, Men’s Health, Welt am Sonntag, Hörzu, Funk Uhr, TVneu, Bildwoche und ist heute Geschäftsführer Corporate Media der Axel Springer Schweiz AG. Er weiß also wovon er spricht, wenn er die Überlebensfrage stellt. Aber betrifft das gleich die ganze Branche?

Aus Lesersicht ist die beklagte Aufspaltung in Nischenmärkte zu begrüßen, zeigt sie doch, dass sich dort, wo Nachfrage besteht, auch entsprechende Angebote herausbilden. Denn für Relevanz in der Themensetzung und optischen Gestaltung gab es immer eine Nachfrage. Dass sich hier ein Long Tail mit inhaltlich und ästhetisch anspruchsvollen Print- und Onlineangeboten zu den unterschiedlichsten Themen herausgebildet hat, der die Platzhirschen in die Enge treibt, ist auch eine Folge der medientechnologischen Entwicklung des letzten Jahrzehnts. Eine kluge Verbindung aus Wort- und Bildwitz schadet nie, wird aber, als einzige Innovationsleistung der einstigen Branchenführer, kaum deren Überleben sichern.

Metamorphosen – Design zwischen Erneuerung und Anpassung
DDC Designbibliothek HISTORY 1
Zu bestellen für 9,90 EUR beim Deutschen Designer Club (DDC).

Teil 1/2 – Interaktive Magazinformate auf dem iPad – oder wie sollte ein Magazin auf dem iPad sein?

Mein damaliger Dozent  und heutiger Chef Marco Spies, hatte an unserer Hochschule 2009 “Branding Interfaces” unterrichtet. Das Thema hatte mich so fasziniert, dass ich weiter neugierig blieb und deswegen Anfang/Mitte letzten Jahres 2010 direkt aus Australien zu think moto (damals noch neo moto) als Werkstudent kam, um in den darauf folgenden Monaten meine Bachelorarbeit an der HTWG Konstanz zu schreiben. Das Thema meiner Bachelorarbeit “Interaktive Magazinformate” entstand während der Konzeptionsphase für unseren Kunden Men’s Health (Website Relaunch). Ich entwickelte für Men’s Health ein Service System, das der Marke entspricht (Persönlicher Ratgeber für den Mann), die Business Ziele erfüllt (Neue Formate und langfristige Anbindung) und die User  Needs  zufriedenstellt (Rat und Unterstützung von Experten) . Dazu aber ein anderes mal mehr 🙂 Hier zunächst ein Auszug aus meiner Bachelorarbeit “Interaktive Magazinformate:

Die Rettung für die Verlagsbranche?
Die Verlage setzen auf das iPad als neuen Vertriebskanal für bezahlbaren Content – bislang allerdings ohne großen Erfolg. Eine Folge der Unwissenheit über das neue Medium? Ist es nun ein Computer? Oder doch einfach nur ein größeres iPhone? Ein digitales Medium, das sich im Umfeld der Printmedien bewegt?

Das iPad als Inkubator der Branche
iPads sind leicht und besitzen große qualitativ hochwertige Multitouch Bildschirme, um sowohl Bilder als auch Videos in neuer Qualität zu zeigen. Darüber hinaus verfügen sie über die Interaktivität, die Aktualität des Webs, das Format, die Mobilität, das Illustrative, des Magazins und die bereits bekannten Interaktions-Paradigmen vom iPhone. Es stellt eine ideale Plattform dar, um klassische und interaktive Medien zu verknüpfen.

Die Haltung und Umgebung beim Lesen ist dieselbe wie bei klassischen Medien. Die neuen Darstellungsformen und die hinzugekommene Interaktivität ermöglichen jedoch ein neues Format. Die komplette Magazinsammlung lässt sich jetzt überall hin mitnehmen. Morgens am Frühstückstisch wird bei Kaffee und Brot die neue, digitale Magazinausgabe gelesen – eine Situation, die mit einem Laptop selten gegeben ist. Der Abstand zwischen Bildschirm und Auge ist beim iPad deutlich geringer als beim Laptop, was Videos und Bildern eine ganz andere Dimension verleiht.

Die Times ordnet das iPad in die Liste der Top50 Erfindungen des Jahres 2010 ein. Jedoch gehört auch „Flipboard“, ein iPad App, das auf Social Media Streams und RSS Feeds wie Facebook und New York Times zugreift, dazu: Es stellt diese in einem wunderschönen Magazinformat dar und gibt dem User das Gefühl, dass es nur für ihn „gedruckt“ wurde. Apple schafft mit dem iPad eine neue Produktkategorie, die Altes und Neues zu verknüpfen vermag. Es bringt frischen Wind in die Verlagsbranche, weil das marode Verlagswesen wieder innovativer denken und handeln muss, damit sich Magazine auf dem iPad verkaufen lassen. iPads sind mit anderen Worten eine Schnittstelle zwischen Print und Web, welches ein besonderes Format ermöglicht: Interaktive Magazine. Continue reading “Teil 1/2 – Interaktive Magazinformate auf dem iPad – oder wie sollte ein Magazin auf dem iPad sein?”

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