Beiträge von Marco Spies in der form und in der PAGE

Und wieder sehr erfreuliche Nachrichten: Ein paar Beiträge von Marco wurden kürzlich in den Design-Fachzeitschriften form und PAGE veröffentlicht! Nachfolgend geben wir einen kleinen Überblick über die Themen.

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Beiträge von think moto in »Marke und digitale Medien«

Im Buch »Marke und digitale Medien – Der Wandel des Markenkonzepts im 21. Jahrhundert« haben die beiden Herausgeber Stefanie Dänzler und Thomas Heun zahlreiche Beiträge von Wissenschaftern und Praktikern zur Entwicklung und Führung von Marken im digitalen Zeitalter gesammelt. Marco Spies und Carsten Totz befinden sich ebenfalls unter den Autoren, die ihre Gedanken und Erfahrungen aus der Perspektive verschiedener Disziplinen wie Markenstrategie, Medienkommunikation, Konsumpsychologie, strategischer Planung oder Experience Design in diesem Buch teilen.
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Brand Holism – Marken als lebendige Organismen

Vergangenen Donnerstag präsentierte unser Designpraktikant Emanuel Jochum bei unserer Vortragsreihe motovision einige Erkenntnisse aus seiner Arbeit »Dynamic Branding«, in der er sich umfassend mit dem zeitgemäßen Verständnis von Branding beschäftigt hat. Was als Masterprojekt über flexible Designsysteme für Erscheinungsbilder angefangen hat, ist mittlerweile ein unabhängiges Forschungsprojekt mit Fokus auf strategischer Markenentwicklung und Markenführung.

Hier ein kurzer Abriss zum Inhalt:

Unser Lebensumfeld ist außerordentlich dynamisch und digitalisiert. Noch nie waren wir mit anderen Menschen einfacher und schneller vernetzt als heute. Die Entwicklung in Kultur, Technologie und Wirtschaft führt zu neuen Formen, wie wir uns verbinden, wie wir miteinander kommunizieren und wie wir Produkte und Services konsumieren. Was bedeutet diese umfassende Flexibilisierung für eine Marke? Warum darf sich eine Marke nicht gegen Veränderung wehren, sondern muss aktiv etwas dazu beitragen? Wie wird eine Marke zu einem lebendigen Organismus?

 

Inhaltliche Basis des Projekts sind vor allem Inputs von Menschen, die Marken entwickeln, gestalten, realisieren und betreuen – Kreativdirektoren, Designerinnen, Brand Manager, Content-Strateginnen und Kommunikationsberater. In mehreren Gesprächen wurden und werden Gedanken, Sichtweisen und Auffassungen zum Thema Marke gesammelt and analysiert. Essenz dieser Inputs ist »Brand Holism«, eine Sammlung aus 15 Eigenschaften, die helfen, eine Marke zu einem lebendigen Organismus zu machen. Themen wie Strategie, Authentizität und Konsistenz einer Marke finden ebenso Platz wie Kohärenz, Erweiterbarkeit und Nachhaltigkeit. Das Konzept bietet Denkanstöße und Hilfestellung für alle, die für und mit Marken arbeiten.

Interaktionen machen Marken.

… oder wie die Digitalisierung Interaktionen zum Kern der Markenführung macht.

Die Digitalisierung hat das Leben und Verhalten der Menschen zweifelsfrei maßgeblich verändert. Ein verändertes menschliches Verhalten – mag es sich um das Kommunikations-, das Entscheidungs- oder auch das Transaktionsverhalten handeln – hat wiederum Einfluss auf die Art und Weise der Beziehungen zwischen Menschen und Marken. Wie sieht dieser Einfluss der Digitalisierung auf die Markenführung aus? Was ändert sich bzw. hat sich verändert? Welche Herausforderungen ergeben sich daraus für die Markenführung? Wie kann bzw. muss die Markenführung reagieren um diese Herausforderungen zu meistern?

In einem Beitrag im bald erscheinenden Buch Heun, Thomas (Hrsg.). Digital Branding; Springer Verlag gehe ich zusammen mit Florian-Ulrich Werg diesen Fragen nach. Es sind Perspektiven, Hypothesen und Gedankenanstöße – basierend auf unseren langjährigen Erfahrungen als Markenberater und Digitalstrategen in der Praxis. Die zentralen Punkte unseres Artikels haben wir bei think moto als kurze Präsentation zusammengefasst und bei Slideshare bereitgestellt.

Was sind die zentralen Aussagen? Zentrale Parameter der Markenführung verändern sich durch die Digitalisierung:

  • Kaufentscheidungsprozesse werden komplexer und weniger linear.
  • Wertschöpfungsstrukturen werden integrativ und kollaborativ.
  • Markenbeziehungen werden ubiquitär und interaktiv.

Die Digitalisierung stellt die Markenführung vor neue Herausforderungen. Die Potenziale digitaler Kontaktpunkte und Interaktionen werden vergleichsweise schwach zur Markenprofilierung genutzt. Warum?

  • Die Bedeutung digitaler Interaktionen für die Markenwahrnehmung und -profilierung wird eklatant unterschätzt.
  • Die Bedeutung der formalen Konsistenz im Markenauftritt wird klar überschätzt.
  • Das Festhalten an klassischen Organisationsformen der Markenführung führt zu einem anhaltenden Silo-Denken und verhindert eine ganzheitliche und effektive Markenführung.

Zu welchen Schlussfolgerungen, zu welchen Empfehlungen kommen wir? Wie kann man die Markenführung in der Praxis interaktionsorientierter gestalten?

  • ”Signature Interactions” als Ziel der Markenführung definieren: Interaktionen als Signatur einer unverwechselbaren und Identität ausdrückenden ”Unterschrift” einer Marke verstehen, anstreben und gestalten.
  • Das Verständnis davon was eine Marke ist und wie sie heute geführt werden muss unternehmensintern harmonisieren.
  • Die Steuerungsinstrumente der (operativen) Markenführung anpassen. Weniger Markenmodelle und Richtlinien, mehr Kennzahlen, die die Interaktionsqualität erfassen und abbilden.
  • Die Organisation der Markenführung im Sinne eines Brand Experience Managements verändern: Einfluss der Markenführung auf Prozesse, Technologieeinsatz, Datenmanagement, Mitarbeiterverhalten etc. stärken; Ausstattung mit ausreichenden Entscheidungs- und Eskalationsbefugnissen etc.

Die drei Fragen des Branded Interaction Design (BIxD)

In seinem Aufsatz On Theory (GRID, Nr. 1) verweist Guy Bonsiepe auf den Kulturwissenschaftler Edward Said, der in den 80er Jahren dem vorherrschenden werkimmanenten Interpretationsansatz des französischen Strukturalismus einen gesellschaftskritischen Ansatz entgegenstellt. Seine 3 Grundfragen für eine “Politik der Textinterpretation”: “Wer schreibt? Für wen wurde der Text geschrieben? Unter welchen Umständen?”
Bonsiepe formuliert die Fragen für das Design “zu Zwecken der Designinterpretation, -ausbildung und der -praxis” um: “Für wen wird ein Design entwickelt? Unter welchen wirtschaftlichen, sozialen und technischen Bedingungen?” “Vielleicht”, so Bonsiepe, “ließen sich von diesen Fragestellungen her Relevanzkriterien für das Entwerfen […] finden.”

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Brand BIOS – das think moto Markenmodell.

Neulich las ich im Interview mit Twitter Gründer Jack Dorsey den Satz: “Wir wollen die Welt verändern.” Die Welt zu verändern ist (wieder) das Mantra vieler Start-Ups geworden. Ich bin grundsätzlich nicht abgeneigt gegen eine gesunde Verbindung aus Unternehmergeist und Idealismus, glaube auch, dass nur das eine ohne das andere für Gründer gar nicht funktioniert, aber die Frage die sich mir immer aufdrängt ist: wohingehend wollt ihr die Welt denn verändern? Welche Welt ist die Welt nach Twitter? Die Antwort auf diese Frage bleiben viele Unternehmen schuldig, weil sie sie für sich selbst nicht beantwortet haben. Es ist nichts mehr als die Frage nach einem glaubhaften Markenkern. Es ist für uns die Grundfrage der Marken-Entwicklung. Sie steht am Anfang unseres Markenprozesses.
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